TENS-Gerät

Ein TENS-Gerät wie das Dittmann TEN 240 dient der nicht medikamentösen Linderung vor allem chronischer und funktioneller Schmerzen, indem es über die Haut Nervenfasern elektrisch stimuliert und dadurch die Weiterleitung von Schmerzreizen zum Gehirn hemmt sowie körpereigene Schmerzhemmmechanismen aktiviert.

Bei der Transkutanen Elektrischen Nervenstimulation (TENS) werden über aufgeklebte Elektroden schwache elektrische Impulse in die Haut und das darunterliegende Gewebe eingeleitet. Die Impulse aktivieren periphere Nervenfasern, die normalerweise Berührungs- , Vibrations- oder Muskelreize weiterleiten, ohne dass Gewebe geschädigt wird. Dieses therapeutische Vorgehen ist insbesondere bei therapieresistenten Schmerzen sinnvoll, wenn etablierte medikamentöse Verfahren allein nicht ausreichend wirken oder der Versuch unternommen wird, diese zu reduzieren bzw. auszuschleichen.

Zwei Wirkungswege: Gate‑Control und Endorphinfreisetzung Funktionell lässt sich die Wirkung eines TENS‑Gerätes auf zwei Hauptmechanismen zurückführen, die sich direkt auf die Reizweiterleitung in unterschiedlichen Nervenrezeptorsystemen beziehen.

1. Gate‑Control‑Mechanismus (hohe Frequenzen)
Bei hohen Stimulationsfrequenzen (typisch ca. 80–150 Hz) werden schnell leitende Nervenfasern aktiviert, die taktile Reize (Berührung, Vibration) vermitteln. Diese Fasern konkurrieren im Rückenmark (Laminä der Substantia gelatinosa) mit langsam leitenden Schmerzfasern um die Weiterleitung von Signalen, das sogenannte „Tor“ (Gate) zur Weiterleitung ins ZNS.
In vereinfachter Form:

Rezeptorsystem A: Mechanorezeptoren / Berührungsfasern (A‑Beta‑Fasern).
Rezeptorsystem B: Nozizeptoren / Schmerzfasern (A‑Delta‑ und C‑Fasern).

Wird Rezeptorsystem A durch die Stromimpulse dominiert stimuliert, hemmt dessen Aktivität die synaptische Transmission der Schmerzfasern – Schmerzsignale werden „überlagert“ oder blockiert und erreichen das Gehirn abgeschwächt.

2. Aktivierung endogener Schmerzhemmung (niedrige Frequenzen)
Bei niedrigen Stimulationsfrequenzen (ca. 2–4 Hz) wird über wiederholte Reizung der afferenten Bahnen die Freisetzung körpereigener, schmerzlindernder Botenstoffe wie Endorphine und andere Opioid‑Peptide gefördert. Diese Substanzen wirken auf zentrale Schmerzhemmungssysteme und reduzieren die Schmerzwahrnehmung über eine allgemeine Modulation der nozizeptiven Verarbeitung, vergleichbar mit einem milden endogenen Opioideffekt.

Damit greift ein TENS‑Gerät gleichzeitig auf:
die periphere Reizweiterleitung (Blockade/Überlagerung in den Segmenten), und die zentrale Schmerzmodulation (Verstärkung endogener Hemmmechanismen), ohne pharmakologische Substanzen einzusetzen.

Funktionen:

  • Nervenstimulation durch Reizstrom
  • 2 Kanäle mit einstellbarer Intensität
  • LED-Anzeige für jeden Kanal
  • Display mit blauer Hintergrundbeleuchtung
  • 13 Anwenderprogramme zur Nervenstimulation Anwendungs-Timerfunktion Sicherheitsabschaltung
  • Programmgesteuerter Frequenzbereich: 1 – 100 Hz Gem. EU-Richtlinie 93/42 EWG für Medizinprodukte

Technische Daten und Maße:

  • Stromversorgung: 6V DC, 4 x AAA-Batterien
  • Stromverbrauch: < 120 mA
  • Frequenz: 1 – 100 Hz
  • Impulsstärke: 0 – 50 mA – max. bei 500 Ohm Last
  • Impulsbreite: 60 – 310 Mikrosekunden
  • Impulsspannung: < 130 V bei einer Last von 500 Ohm pro Kabel
  • Betriebstemperatur: 5 – 40 °C
  • Elektrische Toleranzen: +/- 20% bei 500 Ohm Last
  • Maße: ca. B 60 x H 136 x T 23 mm
  • Gewicht: ca. 99 g ohne Batterien

Lieferumfang:

  • Tensgerät TEN 240
  • 2 Verbindungskabel für 4 Elektropads
  • 8 Klebeelektroden
  • 4 x 1,5 V AAA Mikrobatterien
  • Gebrauchsanleitung in 10 Sprachen

Wir beraten Sie hierzu gerne. Informieren Sie sich dazu auch über unsere verschiedenen Beratungsthemen, insbesondere zur thematischen Beratung zum Thema Schmerz.

Dittmann TEN 240(c)